Löschzug Gummersbach der Freiwilligen Feuerwehr Gummersbach

Löschzug Gummersbach

Historie

 

Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Gummersbach

Die im Jahr 1803 im Herzogtum Berg erlassene Feuerlöschordnung. Die also auch für Gummersbach maßgebend war, bildete die Grundlage für das am 01.10.1839 in Kraft getretene besondere Feuerlöschreglement der Bürgermeisterei Gummersbach. Es blieb damals bei der Verpflichtung einzelner Bevölkerungsschichten, die mittels primitiver Geräte, wie Wassereimer und Brandeimer, bei Bränden die Löscharbeiten auszuführen hatten.

Die ersten im Laufe der Jahre beschafften heute mittlerweile museumsreifen Feuerspritzen, bedeuteten einen erheblichen technischen Fortschritt. Im Jahr 1875 wurde das Feuerlöschreglement dahingehend erweitert, als auch die Einrichtung einer Pflichtfeuerwehr vorgesehen wurde. Nachdem die Stadtverordnetenversammlung am 12.01.1876 beschlossen hatte, den Löschmannschaften eine Entschädigung zu zahlen und dieser Beschluss von Landrat von Sybel genehmigt werden sollte, regte dieser die Bildung einer Freiwilligen Feuerwehr an. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde dieser Vorschlag im Jahre 1879 von dem damaligen Bürgermeister Bülowius wieder aufgegriffen und führte zum Erlass einer neuen Feuerlöschordnung, welche am 27.04.1880 veröffentlicht wurde. Paragraph 5 dieser Ordnung bestimmte, dass sich das Feuerlöschkorps aus freiwilligen und unbescholtenen Bewohnern des Brandbezirks Gummersbach bilden sollte.

Bedingt durch die erfreulich hohe Zahl der Meldungen konnte Bürgermeister Bülowius bereits am 09.06.1880 die Mitglieder verpflichten. Dieses Datum ist somit als Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr Gummersbach anzusehen. Die Bildung weiterer freiwilligen Feuerwehren in den Außenortschaften in den folgenden Jahren führte zur Bildung des Stadtfeuerwehrverbandes, dem auch die 1898 gegründete Privatfeuerwehr der Firma L.& C. Steinmüller, welche 1907 in die Fabrikfeuerwehr umgewandelt wurde, beitrat. Durch das neue Feuerlöschgesetz vom 15.12.1953 wurden alle freiwilligen Feuerwehren in der Stadt zu einer Einheitsfeuerwehr unter der Bezeichnung Freiwillige Feuerwehr Gummersbach zusammengefasst.

Die nach dem zweiten Weltkrieg erlassenen und in den Folgejahren bis in die heutige Zeit immer wieder modifizierten Gesetze und Verordnungen bilden die Basis der auf der Freiwilligkeit aufbauenden Organisationsform der Freiwilligen Feuerwehr. Eine interne Neugliederung erfolgte im Jahr 1967, als der Löschzug 3- Mühlenseßmar in den Löschzug Gummersbach integriert wurde. In den Folgejahren wurden dann noch die Löschgruppe Hardt-Hanfgarten- im Jahr 1978- und die Löschgruppe Becke- im Jahr 1998- in den Löschzug integriert, da diese Einheiten mangels Personal aufgelöst wurden. Durch den Verkauf der Firma L.&C. Steinmüller und den daraus resultierenden Entlassungen wurde die Werkfeuerwehr auch in den Löschzug Gummersbach übernommen. Das geschah im Jahre 2001.

Eine Freiwillige Feuerwehr ist jedoch nur so stark, wie der Mann- oder auch die Frau- die an der Spitze steht. Denn dem Einheitsführer obliegt es, die Wehr zusammenzuhalten bzw. weiter auszubauen und Ausbilden um eine schlagkräftige Mannschaft zu formen, welche die an sie gestellten Anforderungen gerecht werden kann. Daher sollen an dieser Stelle jene Männer nicht unerwähnt bleiben, die über Jahre und zum Teil Jahrzehnte, die Geschicke des Löschzuges geleitet haben:

  • 1880 - 1881 Feuerwehrhauptmann Eugen Heuser
  • 1881 - 1894 Feuerwehrhauptmann Franz Heuser
  • 1894- 1922 Branddirektor Walter Pickardt
  • 1922 - 1934 Branddirektor Emil Lingenberg
  • 1934 - 1955 dann bis1964 Gemeindebrandmeister Franz Nohl
  • 1955 - 1963 Hauptbrandmeister Erich Rindermann
  • 1963 – 1981 Hauptbrandmeister Peter Müller
  • 1981 – 1983 Hauptbrandmeister Karl Heinz Hembach
  • 1983 – 1995 Hauptbrandmeister Dieter Schirp
  • 1995 -  2009 Brandoberinspektor Gunder Hohmuth
  • 2009 - Brandinspektor Jürgen Rams

Im Jahr 1930 - anlässlich des 50jährigen Jubiläums - begann die Motorisierung mit der Anschaffung der ersten Motorspritze. Im gleichen Jahr wurde auch das erste Gummersbacher Feuerwehrauto angeschafft, welches auf den Namen "Hansa Lustig" hörte und bis in die 50ger Jahre im Dienst war. Die erste motorisierte Drehleiter wurde im Jahre 1962 in Dienst gestellt und im Jahr 1974 durch eine DL 30-K abgelöst wurde. Diese Drehleiter versah ihren Dienst 26!! lange Jahre bis zum Jahr 2001 und wurde dann von der neuen DLK 23-12 abgelöst. Der erste Rüstwagen, nicht nur für Gummersbach sondern für den gesamten Oberbergischen Kreis, - ein RW2-Öl- wurde im Jahr 1968 in Dienst genommen und erst im Jahr 1997 durch ein gebrauchten RW1 aus Katastrophenschutzbeständen ersetzt.

Bedingt durch die wachsende Industrialisierung, dem zunehmendem Straßenverkehr, auch mit Gefahrgut Transporten, die Zunahme von Kunststoffen beim Hausbau, im Haushalt und in der Verarbeitung in Industrie und Handwerk, kommen immer mehr Anforderungen auf unsere Feuerwehr zu. Um diesen gerecht zuwerden umfasst der Fuhrpark des Löschzuges Gummersbach 7 Fahrzeuge:

  • 1 Drehleiter DLK23-12, Bj.2001
  • 1Tanklöschfahrzeug TLF 16-25, Bj. 2003
  • 1 Löschgruppenfahrzeug LF 16, Bj. 1978
  • 1Rüstwagen RW1, Bj. 1983
  • 1 Gerätewagen Umweltschutz, Bj. 1991
  • 1Gerätewagen Nachschub/LKW, Bj. 2002
  • 1 Einsatzleitwagen ELW1, Bj. 2000
  • 1Pulverlöschanhänger P250, Bj. 1963

Des weiteren stehen auf der Feuerwache noch folgende Fahrzeuge, die durch die 12 Hauptamtlichen Feuerwehrmänner besetzt werden:

  • 1 Vorausrüstwagen VRW, Bj. 2000
  • 1 Gerätewagen Atemschutz GW-A, Bj. 2004
  • 1 Gabelstapler, Bj.1992