Dienstag, 26. November 2013

Hartnäckiger Kaminbrand

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Unter diesem Motto könnte der gestrige Abend gestanden haben. Der Löschzug war am frühen Abend zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Gummersbacher Ladenzentrum alarmiert worden. Noch vor dem Ausrücken alarmierte die Leitstelle die Einheit Lantenbach zu einem Kaminbrand, so dass gleichzeitig noch unsere Drehleiter besetzt werden musste.




Bei der Brandmeldeanlage stellte sich schnell heraus, dass diese böswillig über einen Handmelder ausgelöst wurde. Kaum wieder am Fahrzeug wurde die Besatzung des Löschgruppenfahrzeugs aufgefordert, die auf dem Fahrzeug mitgeführte Wärmebildkamera zum Kaminbrand nach Lantenbach zu bringen.

Dort angekommen, wurde die Besatzung des Fahrzeugs sofort in den Einsatz einbezogen. In einem alten Fachwerkhaus hatte ein Kaminbrand so starke Hitze entwickelt, dass befürchtet werden musste, dass das Feuer sich bereits im Holzgebälk befand. 

Schnell stellte sich heraus, dass sich das Feuer tatsächlich schon an mehreren Stellen in die Fachwerkkonstruktion vorgearbeitet hatte. In mühseliger  Arbeit wurden unter Atemschutz die Wände und Decken rund um den Kamin aufgebrochen und die Brandnester erstickt. An mehreren Stellen hatte das Feuer so stark gebrannt, dass die Schornsteinwand komplett aufgebrochen war und den Blick auf das glühende Innere freigab. 

Gegen 23 Uhr waren die Löscharbeiten so weit fortgeschritten, dass sich unsere Einheit aus dem Einsatz zurückziehen konnte. Im Einsatz waren von unserer Einheit Drehleiter, Löschgruppenfahrzeug, Gerätewagen Atemschutz, Rüstwagen und LKW.