Mittwoch, 29. Juni 2011

Person droht zu springen: Langwierige Rettung

Am Mittwoch Mittag parkte eine vermutlich psychisch erkrankte Frau ihren Wagen auf dem Rastplatz Brachtsiepen an der A45 und lief in den angrenzenden Wald. Von dort rief sie per Telefon eine Verwandte an, konnte jedoch ihren Aufenthaltsort nicht nennen - die Verwandte löste aus Sorge daraufhin eine Suchaktion aus.


Über eine Handyortung konnte das Aufenthaltsgebiet auf einige Quadratkilometer eingegrenzt werden. Ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera fand die Vermisste schließlich in der Nähe des Autobahnparkplatzes und lotste Polizeibeamte zu ihr. Diese fanden die Vermisste weit oben auf einer Fichte, auf welcher sie durch die Beamten notdürftig gesichert und betreut wurde.

Die alarmierte Feuerwehr musste sich mit sämtlich benötigter Ausrüstung zu Fuß durch Morast und über einen steilen Hang zum unzugänglichen Ort des Geschehens vorkämpfen. Mit dem Absturzsicherungsset und Leitern gelang es, die Person trotz zeitweise heftiger Gegenwehr halbwegs passabel zu sichern.

Erst in Zusammenarbeit mit der alarmierten Höhenrettung Lüdenscheid konnte sie schließlich nach stundenlanger Überzeugungsarbeit zum Besteigen der Leiter überredet werden. Wenige Meter über dem Boden stürzte sie sich dann doch von der Leiter, wurde jedoch von Absturzsicherung und bereitgestellten Sprungpolster unverletzt abgefedert.

Der Löschzug Gummersbach war mit Rüstwagen und Vorausrüstwagen im Einsatz, von der Feuerwache waren außerdem die Drehleiter und der Kommandowagen mit hauptamtlichen Einsatzkräften vor Ort, dazu kamen noch die Einheiten Piene und Lieberhausen.


Bild: Wikipedia