Sonntag, 6. März 2011

Russbrand, Explosionsgefahr, wildgewordener Hydrant und brennender Fernmeldekasten

Nach ein paar ruhigen Wochen häufen sich seit vergangener Woche wieder die Einsätze.
Pünktlich zum Arbeitsbeginn am Freitag vergangener Woche wurden Feuerwache, unser Löschzug und die Löschgruppe Windhagen zu einem Russbrand im Stadtteil Windhagen alarmiert. Dort hatte der Russ im Schornstein eines Einfamilienhauses an der Hückeswagener Straße Feuer gefangen. Im Gebäude konnte kein Übergreifen auf die benachbarten Bauteile festgestellt werden, so dass man sich darauf beschränken konnte, einen Löschangriff aufzubauen. In Zusammenarbeit mit dem von der Drehleiter arbeitenden Schornsteinfeger konnte der Kamin dann zügig frei gekehrt werden.



Am Donnerstag Mittag wurde es dann deutlich ernster: In der Kirchfeldstraße trat nach Bauarbeiten Gas aus. Vor Ort konnte im Keller eines Einfamilienhauses eine durch Stemmarbeiten beschädigte Gasleitung ausgemacht werden, aus der massiv Gas austrat. Im Erdgeschoss zeigten Messgeräte ein explosionsfähiges Gasgemisch an, so dass die Umgebung abgesperrt und die Einheit Niedersessmar nachalarmiert wurde. Ein Absperren des Gashahns brachte nicht den gewünschten Erfolg. Mitarbeiter des wenige Minuten nach der Feuerwehr eintreffenden Gasversorgers konnten in einem Schrank einen zweiten Gashahn ausmachen und die Leitung schnell abdichten. Bedingt durch die Hanglage des Hauses und den starken Wind reichte bereits das Öffnen von Fenstern und Türen, um das Gas aus dem Haus zu entfernen.

Entspannter ging es wiederum in der Nacht von Freitag auf Samstag zu: Spaßvögel hatten in der Fabrikstraße das Standrohr auf einem Hydranten los gedreht, so dass eine 8m hohe Fontäne aus dem Boden schoss. Weniger spaßig war, dass die Wassermassen eine nahe gelegene Baugrube fluteten und davon ausgegangen werden musste, dass das Wasser von dort in den Keller eines Firmengebäudes floss. Nachdem es nicht gelang, den Hydranten abzuschiebern, hieß es Zähne zusammenbeißen und den Hydranten unter dem Jubel der Schaulustigen direkt in der Wasserfontäne abzudrehen.



Keine Wasserfontäne dürften indessen zur Zeit auf dem Lindenplatz zu sehen sein: Aus unklarer Ursache war dort in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Fernmeldekasten in Brand geraten und hatte auf einen Papiercontainer und den Steuerungskasten der Wasserspiele übergegriffen. Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen drei Meter hohe Flammen die hinter dem Kasten liegende Glasfassade eines Firmengebäudes hoch. Durch die Hitze waren bereits zahlreiche Scheiben geplatzt, so dass das dahinter liegende Treppenhaus sich mit Brandgasen füllte und das Feuer somit drohte, auf das Gebäude überzugreifen. Ein Mitarbeiter einer ein Gebäude tätigen Firma versorgte die Feuerwehr mit den nötigen Schlüsseln, so dass das Treppenhaus ohne zusätzliche Zerstörung betreten werden könnte. Zwar war das Treppenhaus deutlich verraucht, aber eine Hitzestauung hatte noch nicht statt gefunden. Mit dem Überdrucklüfter konnte das Treppenhaus schnell entraucht werden.