Mittwoch, 13. Januar 2010

Drei Tage nach Giftgas-Unfall: Letzter Feuerwehrmann verlässt Krankenhaus

Drei Tage nach dem durch das Wühlmausgift Polytanol verursachten Giftgas-Unfall konnte heute der letzte Feuerwehrmann das Krankenhaus verlassen. Neun Feuerwehrleute des Löschzug Gummersbach und zwei der Feuerwache waren am Sonntag auf Intensivstationen im Oberbergischen und im Märkischen Kreis eingeliefert worden.

Im Keller eines Mehrfamilienhauses im Ortsteil Rospe war am Samstag Wühlmausgift ausgebracht worden, welches mit der Luft- und Bodenfeuchtigkeit lebensgefährliches Phosphorwasserstoffgas bildete. Ingesamt wurden fast 30 Menschen direkt oder indirekt durch das Gas kontaminiert, darunter auch die oben genannten elf Einsatzkräfte der Feuerwehr. Zur Dekontamination wurde durch die Feuerwehr Marienheide am Kreiskrankenhaus eine Dekontaminationsschleuse mit einem AB Dekon-V aufgebaut, welcher erst vor wenigen Monaten in Dienst gestellt worden war.

Alle Betroffenen wurden anschliessend auf Intensivstationen im Oberbergischen Kreis und den Nachbarkreisen verteilt und dort wegen der langen Latenzzeit des Giftes für 72 Stunden beobachtet. Das Wohnhaus wurde durch die Polizei versiegelt.


Für eine genauere Darstellung des Einsatzes verweisen wir an dieser Stelle auf die zahlreichen Veröffentlichungen in der Tagespresse (z.B. Oberberg Heute Oberberg Aktuell Kölnische Rundschau News Oberberg Spiegel online Kewego Video etc.).

Sicherheitsdatenblatt Polytanol (externer Link, PDF, 78 kB)

Weitere Auskünfte zu diesem Einsatz erteilen ausschließlich die Pressesprecher der Feuerwehr oder der Stadtverwaltung