Montag, 27. April 2009

Hot Fire Training bei der Berufsfeuerwehr Aachen

Sechzehn freiwillige Feuermänner und -frauen - darunter vier vom Löschzug Gummersbach - nahmen am Samstag unter Leitung von Brandoberinspektor Thomas Wurm am "Hot Fire Training " im Brandcontainer der Berufsfeuerwehr Aachen teil. Alle Teilnehmer hatten 2008 Ihre Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger abgeschlossen und sollten durch die Teilnahme möglichst noch vor ihrem ersten Brandeinsatz auf den Ernstfall vorbereitet werden.

Nach einer Einweisung wurde in dem umgebauten Seecontainer durch zwei erfahrende Ausbilder der Berufsfeuerwehr ein Feuer entzündet, welches sich schnell bis an die Holz-Deckenverkleidung ausbreitete. Geschützt durch Flammschutzbekleidung und Atemschutzgeräte konnten so die Entstehungsphase eines Zimmerbrandes aus nächster Nähe beobachtet werden. Nach wenigen Minuten senkte sich bereits eine dicke schwarze Rauchschicht auf die Teilnehmer, so dass die Temperaturen nur noch am Boden bei immerhin noch 200° Celsius zu ertragen waren. Jeder Teilnehmer musste unter Anleitung der Ausbilder mit Hilfe eines Hohlstrahlrohrs Flammen zurückschlagen, Rauchgase kühlen oder auch einmal absichtlich Löschfehler begehen. Vor einem zweiten Durchgang im Container wurde draußen das "Lesen" des Rauchs, das Öffnen von Türen und das Vorgehen in Treppenhäusern gezeigt.

Zum Atemschutzgeräteträger werden freiwillige Feuerwehrleute in der Regel kurz vor Ende ihrer zweijährigen Grundausbildung ausgebildet. Voraussetzung ist das Bestehen einer ärztlichen Untersuchung, bei der die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit getestet wird. Der Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger ist keine Bedingung für den Feuerwehrdienst. Wer nicht Atemschutzgeräteträger werden kann oder will, findet zahlreiche andere Möglichkeiten, sich für den Einsatzdienst fortzubilden. Interessenten für den freiwilligen Feuerwehrdienst können sich an die Feuerwache Gummersbach oder an die jeweilige Löschgruppe in ihrem Stadtteil wenden.